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GÖSTA BERLINGS SAGA: SERSOPHANE 


VÖ: 10.12.2016
Dark and dystopian, the fourth album by this Swedish instrumental progressive post-rock quartet is characterized by an eclectic mix of references, combining tight minimalistic grooves and driving/aggressive rhythms with unruly noise and a vibrant edge.


Ziemlich lange hat es gedauert, bis Gösta Berlings Saga im Herbst 2016 den Nachfolger des 2011 veröffentlichten "Glue Works" vorlegten. Zwischenzeitlich war sich der Rezensent nicht einmal sicher, dass die Band noch existiert, insbesondere nachdem sich David Lundberg seit ca. 2012 mit Mattias Olsson im Duo Necromonkey betätigt. Aber, die Band gab es noch und im Mai 2015 begab man sich in ein Tonstudio, um ein vierte Album einzuspielen, welches nach allerlei Nachbearbeitung und zusätzlichen Aufnahmen in Mattias Olssons Roth-Händle Studio Mitte 2016 fertiggestellt war. Veröffentlicht wurde "Sersophane" (was das auch immer bedeuten mag) schließlich auf dem bandeigenen Label Icosahedron Music.

Die Besetzung von Gösta Berlings Saga hat sich offenbar nicht verändert, unter der Annahme allerdings, dass Bassist Gabriel Hermansson nun einen anderen Nachnamen hat. Entweder hat er geheiratet, oder sich einen Künstlernamen zugelegt. Im Gegensatz zu "Glue Works" sind auf "Sersophane" keine Gastmusiker zu hören, bis auf Olsson, der die eine oder andere perkussive Einlage beigesteuert hat. Eine Spur schlichter als auf dem Vorgänger und ohne kammerrockige Abschnitte wird daher auf "Sersophane" geproggt, doch nicht minder druckvoll und komplex. Auch wenn der Bass hier bisweilen sehr bedrohlich knurrt, sind auch die Zeuhl-Bezüge weitestgehend verschwunden (bis auf die eine oder andere Stelle in "Channeling the Sixth Extinction").

Einen sehr dynamischen und farbigen, symphonisch-voluminösem, vertrackten und kantigen Retroprog gibt es auf "Sersophane" zu hören, bestimmt von Tasten und E-Gitarre. Doch auf die sehr vielseitig tätig Rhythmusabteilung redet hier ein gehöriges Wörtchen mit. Eher roh und direkt ist die Band zu Gange, ausgesprochen mitreißend und manchmal fast wüst, gleichzeitig warm und rund, fast elegant. Auch Necromonkey haben ein paar Spuren hinterlassen, insbesondere in "Dekonstruktion", das ganz elektronisch und repetitiv-knurrend aus den Boxen blubbert. Im langen "Channeling the Sixth Extinction" (sicher der Höhepunkt des Albums) wird es – wie schon angedeutet – doch noch zeuhlig, verbinden sich oft im Vordergrund voran schreitende knurrende Basslinien, jazzige E-Pianomuster, diverse verspielte bis exzessive Gitarreneskapaden, das wuchtige Schlagzeug und allerlei weitere Tasten- und Elektronikschübe zu einem ausgesprochen unterhaltsamen, schwungvollen und farbigen Langnummer. Das beschauliche "Naturum" bringt schließlich das Album mit entspanntem Akustikgitarrengeschwurbel zu Ende.

Einen exzellenten, zeitlosen, kantig-vielschichtigen Prog im Geiste der 70er Jahre bietet "Sersophane", ohne allzu deutliche Bezüge zu den damaligen Größen des Genres (und auch nicht zu rezenter tätigen Retroprogkollegen), ausgesprochen druckvoll produziert, sehr abwechslungsreich und mit viel eigenem, skandinavisch-klangvollem Charakter. Ich hoffe, wir müssen nicht wieder fünf Jahre auf einen Nachfolger warten. Stark!
Achim Breiling/BBS - 12/15 Punkten

Track listing:
1. Konstruktion (02:59)
2. Sersophane (08:04)
3. Fort Europa (08:06)
4. Dekonstruktion (03:33)
5. Channeling the Sixth Extinction (15:15)
6. Naturum (01:04)

Total running time: 39:01

Format: CD | BestellNr.:23121 | Preis: € 10,99  



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