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NINE STONES CLOSE: LEAVES 


VÖ: 17.06.2016
Sind NINE STONES CLOSE bislang eher als angenehme, aber wenig auffällige Band im musikalischen Dunstkreis der mittleren PORCUPINE TREE-Phase aufgetreten, ist „Leaves“ eine linde Überraschung.

Die einhergeht mit einem Besetzungswechsel am Mikrophon durch Adrian ‚Aio‘ O’Shaughnessy, dessen raue, leicht knurrige Stimme exzellent zum dunkleren Tonfall auf „Leaves“ passt. Ebenfalls neu an Bord ist der umtriebige Christian Bruin (SKY ARCHITECT, CHRIS, THE BLACK CODEX). Flexibel einsetzbar, spielt der Multiinstrumentalist für NINE STONES CLOSE Keyboards. Es geht härter zur Sache als auf den Vorgängeralben, ohne dass gleich Schwermetall draus wird. Die Band möchte gerne TOOL als Einflussgeber wissen, ebenso finden sich Anklänge an LED ZEPPELIN („Spoils“ … in Kashmir). Unterbrochen werden die markigen Momente vielfach von ruhigen, atmosphärischen Sequenzen und symphonischen Einlagen, für die neben dem Mellotron auch Geige und Cello eingesetzt werden („Lie“). Bedrohlich schleicht die Musik auf leisen Sohlen, die Gitarre gibt die Pfade vor, die von den Tasteninstrumenten mit wohligem, warmem Klang umrankt werden. Doch Sicherheit ist eine Illusion. Zwischen (alp)traumhaften Versinken und heftigen Erschütterungen ist Vieles möglich. „Animals“, die durch die Hintertür zum Schlachter geführt werden oder doch nur ein „Goldfish“, der sich in seinem Kugelglas verirrt? Auf jeden Fall Düsternis alleweil: „In Fields Of Dead / We’ll Walk Alone / Singing Out Our Swan Song“. Romantik und herbstliche Verklärung bleiben aber nicht außen vor, die ruhigen Passagen wandeln geschickt zwischen den Polen Liebe und Angst. „Brave“ sagt der Neoprog- Connaisseur und erfreut sich an satten Übergängen und dem ausladenden, aber nie langatmigen Schwelgen zwischen zarten, fast fragmentarischen Klängen und dezidierter Härte. FAZIT: Es gibt eine Erzählung von H.P. Lovecraft namens „The Lurker At The Threshold. „Leaves“ könnte die musikalische Umsetzung davon sein. Es brodelt, lauert, wallt auf und bricht durch. Hochmelodisch, nicht auf schroffe Breaks bedacht, sondern auf Stimmungen, die zwischen Symphonik, zerbrechlicher Schönheit und heftigem Prog gekonnt erzeugt werden. Klasse Album, neben BIG BIG TRAINS „Folklore“ ein persönliches Prog-Highlight bis dato! (J. König/musikreviews.de - 12/15)

Format: CD | BestellNr.:25275 | Preis: € 15,99  



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