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TILES: PRETENDING TO RUN 2CD 


VÖ: 15.04.2016
Nach gerade mal 5 Studioalben in 23 Jahren holen Tiles zum großen Schlag aus. Dieser kommt in Gestalt eines Doppelalbums mit zahlreichen Gästen, breiteren Stilpalette und stellenweise erweiterten Arrangements.

Da entsteht natürlich die Frage nach der Motivation für einen solchen Kraftakt. Laut Jeff Whittle war das kein bewusster Schritt, um jetzt unbedingt zu den bekanntesten Progbands aufzuschließen. Vielmehr arbeitete man seit 2010 an neuem Material und sichtete altes, bisher nicht verwendetes mit dem Gedanken an die nächste Veröffentlichung, bis man 2013 ca.75 Minuten beisammen hatte. Da dies den Musikern für ein einziges Album zu lange erschien, fanden sie Idee eines Doppelalbums mit zweimal 50 Minuten viel ansprechender. Beide CD’s sollten dann als zwei Teile eines Werkes für sich stehen können, so dass der Musikfreund die auch separat hören kann.

Das Konzept des vorliegenden Doppelalbums handelt von einer durch schlechte Erfahrungen traumatisierten Person, die aus ihrer Isolation auszubrechen versucht.

Im Folgenden seien doch mal einige Gäste aufgezählt. Matthew Parmenter beteiligt sich in mehreren Stücken am Gesang, der Keyboarder Adam Holzman (Steven Wilson Band) bereichert u. A. die furiosen Instrumentalparts von „Taken by Surprise“, ein Chor namens Renaissance Voices & Con Spirito verbreitet in drei Stücken sakrale Stimmungen und in „Stonewall“ hört man neben einem Kammermusikensemble auch noch Mike Portnoy mit seinen charakteristischen Drum-Fills. Der durch Miles Davis bekannte Gitarrist Mike Stern sorgt in zwei Stücken für Fusion-Akzente. In „Midwinter“ brilliert Ian Anderson als Flötist. „Weightless“ wird durch ein Sopransax-Solo von Keith Kaminski veredelt und in „Fait Accompli“ hören wir, wie man kreativ ein Streicherensemble in einem Rockstück arrangieren sollte.

Der rote Faden des Doppelalbums bleibt natürlich die mit hörbarer Spielfreude und viel Temperament vorgetragene Art von Progmetal, oder Heavy Prog, die Tiles einige Vergleiche mit Rush eingebracht hat. Die Musik gewinnt enorm durch die zahlreichen Exkursionen in den mainstreamigeren Prog, der wiederholt um folkige, symphonische, ethnische, kammermusikalische, jazzige, klassische und elektronische Einsprengsel erweitert wird.

Nach „Pretending 2 run“ wären jetzt wohl auch Vergleiche mit Dream Theater angebracht, und zwar auch wegen der Erweiterung der Grenzen des Progmetal und nicht nur wegen der durchaus auch bei Tiles vorhandenen Virtuosität. Das instrumentale „Voir Dive“ darf als ein Paradestück des virtuosen Progmetal genannt werden. Derartiges wird, über das gesamte Werk verstreut, in mehreren Instrumentalpassagen dargeboten. In den elektronischen Zwischenspielen (wie „Other Arrangements“) konnte sich der Gastkeyboarder Holzman als auch Komponist einbringen.

Wie kontrastreich und damit kurzweilig die Musik von „Pretending 2 run“ sein kann, zeigt die Abfolge von hardrockigen und kammermusikalisch-folkigen Passagen in „Friend or Foe“.

Eine – sehr selten auftauchende - Narration gibt es auch. Da diese aber scheinbar von einem Kind und nicht etwa von einem britischen Schauspieler mit nasaler Stimme vorgetragen wird, wirkt es nicht weiter störend.

Mit “Pretending 2 run” ist Tiles wahrlich ein großartiges, mit viel Liebe zum Detail realisiertes Werk gelungen. Bei den reichhaltigen Arrangements entdeckt der Hörer auch nach vielen Durchgängen immer mal etwas Neues. Ihre mehrjährige Vorbereitung- und Aufnahmezeit haben die Musiker damit optimal genutzt.
(S. Zielinski/BBS - 12/15)

Format: CD | Cat-No:21224 | Price: € 11,99  



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