DIASPRO
Diaspro
DIASPRO
Diaspro
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| Product number: | 43322 |
|---|---|
| Label: | Guit-AL Records |
| Format: | CD |
| Genre: | PROGRESSIVE |
| Date of release: | April 30, 2026 |
Product information " Diaspro"
Diaspro wurde von dem Gitarristen Marcello Chiaraluce gegründet, der ursprünglich ein Soloalbum nach dem Vorbild von „Tubular Bells“ aufnehmen wollte. Nachdem er einige Zeit in der Jethro Tull-Tribute-Band Beggar’s Farm verbrachte und sich Inspiration durch italienischen Prog der 70er Jahre, sowie durch den Hard Rock und Van der Graaf Generator holte, hat Chiaraluce sein Solo-Post-Oldfield-Projekt auf Eis gelegt, um stattdessen 2019 eine richtige Prog-Band zu starten. Dazwischen kam noch eine durch Covid bedingte Pause bis 2024, als die beiden Gitarristen Chiaraluce und Giovanni Giordano wieder die Arbeit an dem ersten Album von Diaspro aufgenommen haben.
Die musikalisch auf dem selbstbetitelten Album (der schließlich im Februar 2026 erscheinen konnte) wiedergegebene Geschichte über die Suche nach verlorener Liebe wird schon mal mit ungewöhnlicher Kulisse versehen, die fantasieanregend wie ein gutes Computerspiel wirken kann. Tief in einem Berg befindet sich ein Tunnel mit kleinem Banhhof. Dort warten Menschen auf einen Eisenbahnzug, der niemals kommt. Unser Protagonist fand jedoch einen vergessenen Schacht mit eingerostetem Aufzug, der ihn nach oben bringt, nach draußen, wo die wilden Tiere lauern. Die Tiere stehen symbolhaft für längst verdrängten Instinkte, die er im Alltag fast vergessen hat. Unter den Symbol-Tierchen sind Rot-Jaspis Bär (Red Jasper Bear) und Schwarzer Hund Mit Blauen Augen (Black dog with blue eyes), die auch im Band-Logo auf dem Frontcover zu finden sind.
Mit anderen Worten: Das Album ist als heilender Traum zu verstehen, der dabei half, eine enttäuschte Liebe zu überwinden.
Die Stücke geben die oben erwähnten Umstände wieder. Zum Beispiel beginnt mit „Totem“ eine Suite von „Bonsai-Prog“. Den Namen vergab die Band, weil die Laufzeiten der betreffenden vier Stücke sehr kurz ausgefallen sind. Unser Protagonist findet währenddessen eine riesige Totemfigur von Red-Jasper Bear. Ab sofort wird der Bär von dem Protagonisten als sein spiritueller Meister erkannt.
In der Musik von Diaspro wird der Sympathisant des „klassischen“ Progs der 70er einiges finden, der ihn an die Pionierzeit des Genres erinnern wird. „Introduzione“ wurde durch „Per un Amico“ von PFM inspiriert. „Piccola Stazione“, der oben erwähnten Bahnstation tief im Berg gewidmet, beinhaltet die Rhythmen und die Keyboardarbeit, die an die bekanntesten Bands und Keyboarder der 70er angelehnt ist, darunter vor allem an Tony Banks und Genesis, ohne dabei die Eigenständigkeit des Keyboarders Andrea Manuelli und des alleinigen Komponisten Chiaraluce in Frage stellen zu wollen.
„Verso la Città Grande“ präsentiert neben den virtuosen unisono Figuren für Gitarren und Keys auch einige Gitarrenriffs und Gitarrensolos. Dies sei erwähnt, falls jemand auf die Idee kommen sollte, das Album wäre von den Tasteninstrumenten dominiert. Vielmehr herrscht in den Arrangements meistens das fein ausearbeitete Gleichgewicht zwischen den Tasten- und Saiten-Instrumenten. In „Salto in Alto“ gastiert der Geiger Matteo Ferrario, der in klassisch angehauchten Duos mit Piano brilliert. Im weiteren Verlauf besteht „Salto in Alto“ aus Gesang, Kontrabass, Klavier und akustischer Gitarre. Eine interessante Konfiguration, die bald um eine jazzig agierende Rhythmussektion verstärkt wird.
„Per Satire Su“ war nicht ohne Grund im Oktober 2025 die erste Single, zeigt das Stück die Band doch von einer hart rockenden Seite. „Piano Raizato“ steht für eine beeindruckend komplexe Komposition, die voller krummer Rhythmen und raffinierter Wendungen steckt.
Schön, dass immer noch solche nach „Klassik-Prog“, oder „Italoprog“ ausgerichteten Alben wie „Diaspro“ von Diaspro aufgenommen und veröffentlicht werden. Die Fans des Genres dürfen sich das Album nicht entgehen lassen. Hoffentlich wird künftig noch viel Musik von dieser Band kommen.
Siggy Zielinski/BBS - 12/15 Punkten
Line-Up:
Dante Campora: Vocals
Marcello Chiaraluce: Guitar
Giovanni Giordano: Guitar
Andrea Manuelli: Keyboards
Bruce Muirhead: Bass
Luca Grosso: Drums
Tracklist:
1) Introduzione
2) Piccola Stazione
3) Verso La Città Grande
4) Salto In Alto
5) Per Salire Su
6) Piano Rialzato
7) Verso La Tana Di Gelso
8) Totem
9) Il Gelso
10) Inferno
11) Senza Di Me
DAS ALBUM:
Das Album ist die musikalische Umsetzung eines Klartraums, der als Therapie für einen tiefen Liebeskummer diente – eine Erfahrung, die so lebhafte Spuren hinterließ, dass sie nicht ignoriert werden konnte.
• Introduzione: Dieser Instrumentaltitel ist eine Hommage an eines der größten Prog-Alben aller Zeiten, „Per Un Amico“ von PFM. Gitarren, Cembalo, Orgel, Kontrabass und Violine stellen die Musiker und die künstlerische Vision der Band vor.
• Piccola Stazione: Rockgitarren, Hammondorgel und eine straffe Rhythmusgruppe wechseln sich mit raffinierten akustischen Momenten ab, um den ersten Textzeilen zu begleiten: „C’è una città dopo la galleria / devi inseguire il buio“ (Hinter dem Tunnel liegt eine Stadt / du musst der Dunkelheit nachjagen). Es beschreibt das Gefühl der Entfremdung des Protagonisten angesichts plötzlicher Veränderungen im Leben – wie das Gefühl, zu reisen, wenn sich in Wirklichkeit alles um einen herum bewegt.
• Verso La Città Grande: Ein wirbelndes Unisono aus Klavier und Gitarre leitet den Triolen-Rhythmus der Strophe ein. Der Protagonist befindet sich in einer endlosen Warteschlange und wartet auf seinen „Godot“. Um seine Geliebte in der „Großen Stadt“ (ein Symbol für die große Chance) zu erreichen, muss er einen alternativen Weg einschlagen. Die Musik wird heavier und nimmt Anleihen bei New Prog und Prog Metal.
• Salto in Alto: Matteo Ferrarios Violine leitet einen der ergreifendsten Momente des Albums ein. Sich von einem Problem zu befreien, kostet manchmal mehr, als sich täglich davon vergiften zu lassen. Dieses hohle Gefühl im Magen – wie ein Abführmittel – ist ein notwendiger Schritt, um unsere Lasten abzuwerfen und uns zu erheben.
• Per Salire Su: Die erste Single der Band (veröffentlicht am 16. Oktober 2025). Auf dem Album wird sie von einem Samba eingeleitet, während der Protagonist versucht, die Aufzugsmechanismen wieder in Gang zu setzen, um der aus Tuffstein gehauenen Stadt zu entkommen. Das Gefühl von Geschwindigkeit, die der Schwerkraft trotzt, wird durch treibende Musik ausgedrückt, die während Andrea Manuellis zentralem Blechbläser-Solo den Funk-Prog-Stil von Banco del Mutuo Soccorso würdigt.
• Piano Rialzato: Ein 3/4-Takt und ironische Texte stellen das „Divertissement“ des Albums dar. Der Protagonist erreicht das Sonnenlicht, nur um festzustellen, dass die Welt von Tieren bevölkert ist. Bald erkennt er, dass sie lediglich Reflexionen seiner unterdrückten Instinkte sind – Dinge, vor denen die Menschen unter der Erde aus Angst, verschlungen zu werden, geflohen sind. Giovanni Giordanos Slide-Gitarre leitet einen prog-angehauchten Blues in einem Call-and-Response mit dem Gesang ein.
• Verso La Tana di Gelso: Ein Instrumentalstück, in dem sich die Instrumente in einer langen Fuge gegenseitig jagen, unterstützt von einer soliden, funktionalen Rhythmusgruppe. Es endet mit einem Klaviersolo, das den nächsten Titel einleitet und Themen aus früheren Teilen des Albums wiederaufgreift – eine stilistische Praxis, die der Oper nachempfunden ist und später in Rock-Meilensteinen wie „Quadrophenia“ oder „Cats“ übernommen wurde.
• Totem: Hier beginnt eine Reihe von Liedern, die wir aufgrund ihrer kurzen Dauer (manchmal unter einer Minute) als „Bonsai-Prog“ bezeichnen. Der Protagonist findet ein riesiges Totem in Form eines Bären aus rotem Jaspis und erkennt darin seinen spirituellen Führer. Überreste eines Festes deuten darauf hin, dass er nicht der Einzige ist, der sich entschieden hat, ins Licht zurückzukehren.
• Gelso: Der Name unseres Bösewichts taucht zum ersten Mal auf und steht im Kontrast zu dem Gefühl, „zu Hause“ angekommen zu sein. Für unseren Protagonisten gibt es kein Zuhause, nur eine weitere Herausforderung. Während andere fliehen, steht er allein vor dem letzten Hindernis: einem schwarzen Hund mit blauen Augen und mörderischem Blick.
• Inferno: Nach zwei Heavy-Rock-Stücken bietet diese akustische Ballade rein jungianische Texte: Was, wenn Gelso nur ein Spiegelbild seines schlimmsten Selbst ist? Sein Zwilling? Der Teil seiner Seele, den er immer zu verbergen versuchte und mit dem er nun lernen muss zu leben?
• Senza di Me: Der Protagonist, der sich auf den Kampf gefasst macht und damit rechnet, verschlungen zu werden, sieht zu, wie Gelso ein Foto fallen lässt und geht. Was ist auf dem Bild zu sehen? Um das herauszufinden, musst du dir die Platte anhören. Marcello Chiaraluce beschließt das Album mit einem Gitarrensolo, das eine Hommage an einen seiner Lieblingsgitarristen, Mark Knopfler, darstellt.
Sicherheits- & Herstellerinformationen:
Just For Kicks Music
Forsthof Julianka
25524 Heiligenstedten
Deutschland
info@justforkicks.de
| Format: | CD |
|---|---|
| Genre: | PROGRESSIVE |
