VICIOUS HEAD SOCIETY
Call Of The Void CD
VICIOUS HEAD SOCIETY
Call Of The Void CD
17,99 €
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| Artikelnummer: | 44001 |
|---|---|
| Label: | Crime Records |
| Format: | CD |
| Genre: | PROGRESSIVE |
| Erscheinungsdatum: | 06.08.2026 |
Produktinformationen " Call Of The Void CD"
"The Vicious Head Society – Call of the Void" ist ein Album, das die Entwicklung von Graham Keanes Projekt eindrucksvoll dokumentiert. Was einst als ambitioniertes Ein-Mann-Vehikel begann, ist inzwischen zu einer vollwertigen Band herangewachsen. Mit Nathan Max am Mikrofon, Klemen Markelj am Schlagzeug und Matheus Manente am Bass ist The Vicious Head Society zu einer homogenen Einheit zusammen gewachsen. Das hört man "Call of the Void" deutlich an. War der Vorgänger "Extinction Level Event" schon hervorragendes Dream Theater Methadon, ist das neue Album schon in Rufweite und nicht mehr weit weg von den großen Vorbildern. Verfeinert mit etwas moderneren Zutaten hauen uns The Vicious Head Society hier was ganz Feines um die Ohren. Ich fand den Vorgänger schon gut, er wurde aber von den Massen an Veröffentlichungen verschlungen und kam leider nicht mehr sehr oft zum Zuge.
Die Chancen sehe ich bei "Call of the Void" doch deutlich höher. Schon beim ersten Anhören breitete sich so ein wohliges Gefühl im Inneren aus. Schon der Opener "Fractured" versprüht diese Dream Theater Vibes aus, ohne wie eine Kopie zu klingen. Verfeinert mit ein paar Doublebass-Einlagen und etwas Gegrowle, das aber nicht ernsthaft "böse" klingt, ist das schon mal ein Auftakt furioso. Gitarren-Keyboard Duelle, eine Refrain der sehr schnell haften bleibt, Keyboard-Breaks, die Zeit zum Durchschnaufen lassen und ein virtuos treibendes Schlagzeug machen den Song aus. Bei dem folgenden "The Edge of Time" schimmern Nevermore doch recht hörbar durch. Gesangslinien wie für Warrel geschrieben. Auch die Gitarren tönen schön düster und hart. "Holding on to Forever" ist mit seinem epischen Refrain und seinen eingängigen Strophen das melodischte Lied auf "Call of the Void".
Das Schlagzeugspiel muss gesondert erwähnt werden. Manchmal trommelt sich Klemen Markelj in Portnoy Sphären hinein. Sein sehr technischer und kreativer Schlagzeugstil ist geprägt durch ungerade Taktarten, extreme Präzision und fließende Rhythmuswechsel. Ganz großes Kino. Hört nur mal in "The Tide" rein. Leider finde ich die Produktion des Schlagzeuges nicht ganz gelungen. Mir klingt es etwas zu modern. Liegt natürlich am Alter und am persönlichem Geschmack, aber bei den Doublebass-Passagen fehlt mir dann doch etwas das "Böse" und der Druck beim Spiel. Das ist aber auch schon fast der einzige Kritikpunkt an dem Album. In der Mitte gibt vielleicht die ein oder andere Länge im Songwriting, mir ist zum Beispiel das dreieinhalb-minütige Gitarrensolo in "The Void" doch einen Ticken zu lang. "The Edge of Time Pt. 2" ist eigentlich ein reiner Powermetal-Song. Sehr gradliniges Songwriting und bis aufs Solo recht wenig instrumentale Eskapaden.
Wie so oft kommt das Beste zum Schluss. "Distant Lights of Home" ist ein 13:24 Minuten Progmetalhochgenuß. Melodien, technische Hochkunst an allen Instrumenten, keine Sekunde Langeweile. Nathan Max zeigt hier die ganz Bandbreite seiner Stimme. Zwischen tollem, melodiösem AOR-artigem Gesang bis hin Growls beherrscht der Mann so ziemlich alles, und das auch noch sehr souverän. Wenn das ganze Album das Niveau von "Distant Lights of Home" hätte, würde ich hier ernsthaft über die Höchstnote nachdenken. Tolles Stück Musik.
Die Produktion ist Matheus Manente gut gelungen. Das Album klingt kraftvoll und transparent zugleich. Der Mix ist sehr dynamisch gehalten, sodass ruhige Passagen ihre Wirkung voll entfalten können. Nur das Schlagzeug klingt halt an der ein oder anderen Stelle mir etwas zu künstlich. Mich erinnert der Klang etwas an "Opus" von Nospun. Haupteinfluss bleiben sicherlich Dream Theater. Durch das vielfältige Songwriting kommen auch noch Einflüsse von so Bands wie Nevermore, Threshold, Witherfall, Symphony X und Vanden Plas zum Vorschein. Dennoch gelingt es Graham Keane, diese Einflüsse zu einer eigenen Handschrift zu verschmelzen. Und das deutlich besser als beim guten Vorgängeralbum, bei dem die Dream Theater Einflüsse noch sehr viel deutlicher hörbar waren.
The Vicious Head Society werden es schwer haben, dieses wirklich gute Album noch einmal zu toppen.
C. Zeiger/BBS - 13/15 Punkten
Tracklist:
1. Fractured 5:38
2. The Edge of Time 4:48
3. Holding On to Forever 5:20
4. The Tide 5:15
5. Ignite 5:57
6. The Void 7:31
7. The Edge of Time Pt. 2 4:02
8. Distant Lights of Home 13:24
total 51:55
Herstellerinformationen:
Just For Kicks Music
Forsthof Julianka
25524 Heiligenstedten
Deutschland
info@justforkicks.de
| Format: | CD |
|---|---|
| Genre: | PROGRESSIVE |
