TELEGRAPH
Topography of Mind
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Topography of Mind
16,99 €
Dieser Artikel erscheint am 20. August 2026
| Artikelnummer: | 43659 |
|---|---|
| Label: | Telegraph |
| Format: | CD |
| Genre: | PROGRESSIVE |
| Erscheinungsdatum: | 20.08.2026 |
Produktinformationen " Topography of Mind "
"Topography Of Mind" reflects on memory - tracing both the inner terrain and physical places that echo within it.
Wow, lyrischer Symphonic Prog aus Israel, der – losgelöst von Fragen nach Originalität – mit vier wundervollen Longtracks voller betörender Klangfarben lockt und jedem Liebhaber von melancholischen Camel, frühen Genesis, Pentangle und Pink Floyd eine wundervolle Auszeit bescheren dürfte. Alles ist maximal ausufernd, elegisch und in symphonischer Melancholie badend – so muss das; für Genrefreunde ist dieses Album ein Muss.
Schafft es der Opener und Titelsong zunächst noch, im Midtempo fast zu rocken, wird es mit zunehmender Laufzeit immer verzückter und kosmisch abgehobener.
Lyrische Prog-Parts zuhauf: In den sanften Momenten höre ich Anklänge an eine Band wie Anekdoten, und das berührt mich gleich zutiefst. ‘Field Of Fade Memory‘ – alles ist in Sachen Sound und Arrangements wunderbar stimmig, hier und da etwas proggy, aber die meiste Zeit driftet man mit Fernweh und Muse durch eine unwirkliche Welt, die mit dem Hier und Jetzt nicht viel zu tun haben will.
Wunderschöne Gitarren, immer wieder dieser sensibel reflektierte Hauch der frühen Camel – wie ich das liebe. Das ist friedlich, kunstvoll, kreativ und mit beseelter Lust an Arrangements und Melancholie aufgeladen; davon kann ich nicht genug bekommen.
Dieser weiche Retro-70’s-Bandsound, wundervolle Flötenarrangements, Windgeräusche sowie mal meditative, dann wieder dramatische Momente und der tiefe Respekt vor dem Sound der oben Genannten lassen einen richtig tief fallen, weit schauen und genießen. ‘Somewhere Along These Lines‘ geht direkt mit dir zu den Sternen, schafft eine Art Frieden, einen Ruhezustand, der wunderbar abkoppeln lässt. Pink Floyd und frühe Porcupine Tree lassen hier grüßen, und das sanfte, langsam Dahingleitende ist Eskapismus pur.
Nichts wird hier neu erfunden, aber wie die Mannen hier in Sachen kreativem Symphonic Prog mit melancholischer Ausrichtung, maximaler Hingabe und viel Gefühl farbenfroh verträumte Bilder malen, weiß mich sehr zu berühren. Ein tolles, über weite Strecken instrumental ausgerichtetes Album.
Raijko Baers / betreutesproggen.de - 13/15 Punkten
Tracklist:
1. Topography of Mind 11:07
2. Field of Fade Memory 11:48
3. Valley of Delirium 11:35
4. Somewhere Along These Lines 10:51
Line Up:
Avi Barak: Drums and Flute
Liran Herrnstadt: Bass and Vocals
Eze Sakson: Keyboards &Synths
Tal Rubinstein (Stein): Guitars and backing vocals
Recorded at Shalter studios, March 2024
Recording Engineer: Itai Zichri
Mix and Mastering: Itai Zichri and Lenny Ben Basat
Artistic Direction by Itai Zichri
Cover Painting: Michael Druks
Dieses israelische Quartett kehrt mit seinem zweiten Album zurück, nach dem anfänglichen Triumph von „MIR“ (2016) – eine Veröffentlichung, die ich sehr genossen habe, aber aus Zeitmangel nicht rezensieren konnte. Das bedaure ich, denn ich greife immer wieder darauf zurück und liebe sie dabei jedes Mal noch mehr. Die Kernbesetzung ist unverändert geblieben und hat vier epische Tracks eingespielt, die jeweils etwa 11 Minuten lang sind.
Die üppige Klanglandschaft des Titelstücks wirkt sofort anziehend, verführt selbst das beiläufigste Ohr und zieht den Hörer langsam in ihr inneres klangliches Netz, wobei jedes Instrument die Hauptmelodie hervorhebt (die in verschiedenen Variationen im gesamten Album wiederkehrt). Der Geist der legendären britischen Band Camel ist in allen Facetten spürbar: meisterhaft gespielte Arrangements, die Schönheit über jede rohe technische Virtuosität stellen. Keyboarder Eze Sakson geht mit seinen Tasteninstrumenten äußerst einfallsreich um, setzt stark auf satte Orgelpassagen und raffinierte Synthesizer-Flüge, während Gitarrist Tal Rubinstein dem geschmeidigen Latimer-Sound seine eigene Handschrift verleiht. Schlagzeuger Avi Barak spielt gemeinsam mit Gastmusikerin Salit Lahav alle Flötenparts perfekt ein und sorgt gleichzeitig mit jazzigen Untertönen für das rhythmische Fundament. Bassist Liran Herrnstadt hält die Basis souverän zusammen und übernimmt bei Bedarf auch den Leadgesang. Ein hervorragendes erstes Epos, das sofort in Bewegung bringt.
Anfangs weckt „Field of Fade Memory“ leichte Erinnerungen an „You Only Live Twice“ (den klassischen Bond-Song), bevor es sich in eine akustische Träumerei entwickelt, die von luftigen, wolkenartigen Vocals untermalt wird. Wenn Rubinstein mit einer glitzernden, entschleunigten Gitarrenlinie einsetzt, kann man die offen zur Schau gestellte Schönheit nur bewundern – jede einzelne Note ist von intensiver Leidenschaft durchdrungen. Die Orgel durchschneidet das Klangbild und verschiebt die Stimmung leicht in eine dynamischere Richtung, wobei die Lebendigkeit durchscheint und ein wellenförmiger Bass im Untergrund tanzt. Sakson zündet anschließend einen großartigen Orgel-Run, der jedem Camel-Keyboarder (Bardens, Scherpenzeel, Watkins, Leblanc, Patterson und Jones) ein anerkennendes Lächeln entlocken würde. Der Schlussteil ist pure Glückseligkeit: Die akustische Gitarre steht im Rampenlicht und beendet das Stück in bester Steve-Howe-Manier.
Wie der Titel andeutet, ist „Valley of Delerium“ ein Flötenfestival – pastoral und idyllisch, eingebettet in eine Atmosphäre ungebremster Ruhe, durchzogen von einem warmen, beruhigenden Schimmer. Nichts ist gehetzt, nichts wirkt überladen – nur erhabene Melodik in ihrer reinsten Form, gelegentlich durchzogen von leicht dramatischen, fast filmischen Momenten. Hallende Stimmen wehen elegant durch den Klangraum, während die filigranen Schlagzeugfiguren an frühen King Crimson erinnern, insbesondere an Michael Giles in Hochform (man denke an „Cadence and Cascade“). Die Dominanz der akustischen Gitarre ist ein wahrer Genuss und verleiht dem Stück eine besondere Originalität. Im Finale windet sich eine streitlustige Basslinie durch den Nebel, während die Orgel einen Gangwechsel einläutet: Das Tempo zieht an, ein schlängelnder Synthesizer setzt ein, Beckenklänge sprühen – alles drängt in den Zustand des Deliriums. Unverfälschte Magie und definitiv ein Erlebnis für geschlossene Augen.
Sowohl die außergewöhnliche Qualität als auch die durchgehende Konstanz beibehaltend, bildet „Somewhere Along These Lines“ den idealen Abschluss. Die zuvor erwähnte Melodie kehrt in veränderter Form zurück – bezaubernd und berauschend, mit deutlich hörbarer Floyd-Atmosphäre. Selbst die elektrische Slide-Gitarre fehlt nicht und verstärkt dieses Gefühl, während sich eine schwebende Klangwelt dauerhaft in den Sinnen festsetzt. Eine friedvolle Klangtherapie, eine schwankende Klangvision zwischen Erlösung und Zurückhaltung – das ist eine echte Offenbarung. Das Quartett glänzt besonders im Schlussteil, zertrümmert letzte Reste innerer Unruhe und liefert eine wohltuende, fast heilende Wirkung.
„Mir“ war bereits ein großer Fund, doch dieses Album stellt einen deutlichen Entwicklungsschritt dar und lässt Großes für diese talentierte Band erwarten. In einer zunehmend lauten, nervösen und angespannten Welt wirkt diese Musik wie ein beruhigender Balsam – ein Geschenk, zu dem ich immer wieder zurückkehren werde, wenn der Stress zunimmt und meine müden Knochen nach klanglicher Zärtlichkeit verlangen.
Review: House Of Prog 5/5 Punkten
Sicherheits- & Herstellerinformationen:
Just For Kicks Music
Forsthof Julianka
25524 Heiligenstedten
Deutschland
info@justforkicks.de
| Format: | CD |
|---|---|
| Genre: | PROGRESSIVE |
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